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	<title>Akademiker Netzwerk &#187; Wertvorstellungen</title>
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	<description>Mit Herz und Verstand gemeinsam zum Erfolg</description>
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		<title>Wo bitte gehts denn zu den Kompetenzen?</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 07:09:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patric</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kompetenzen]]></category>
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		<description><![CDATA[Kompetenz ist ein ganz zentraler Begriff, wenn es darum geht eine Arbeit zu finden. Was macht man aber nun, wenn diese in ihrer Zahl überschaubar sind?
Man bastelt so lange dran herum bis es passt!
Wie?
Mit einem Kompetenzprofil- und Lebenslauftuning! Und alles ganz legal und durchaus erwünscht. Wir wollen doch dem Personaler das Gefühl geben, dass er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Kompetenz</em> ist ein ganz zentraler Begriff, wenn es darum geht eine Arbeit zu finden. Was macht man aber nun, wenn diese in ihrer Zahl überschaubar sind?<br />
Man bastelt so lange dran herum bis es passt!<br />
Wie?<br />
Mit einem Kompetenzprofil- und Lebenslauftuning! Und alles ganz legal und durchaus erwünscht. Wir wollen doch dem Personaler das Gefühl geben, dass er um eine Einstellung unserer Person eigentlich nicht herum kommt.<br />
Okay, und wie mache ich so etwas?<br />
Zwei Möglichkeiten:</p>
<ol>
<li>Man recherchiert im Internet, kauft sich vielleicht noch aktuelle Literatur von einschlägigen Bewerbungsgurus zum Thema: Wie bewerbe ich mich richtig und was habe ich nebenbei noch so alles zu beachten, oder</li>
<li> man geht auf ein Bewerbertraining, gesponsert vom Arbeitsamt.</li>
</ol>
<p>Und sie lassen sich einen arbeitslosen Akademiker ganz schön was kosten. Man hat fast das Gefühl, Vater Staat hätte ein schlechtes Gewissen, so viele Hochqualifizierte auf den Arbeitsmarkt loszulassen, ohne sich vorher einmal erkundigt zu haben, ob man diese überhaupt noch braucht. Es lebe die Illusion von der Vollbeschäftigung oder Arbeit für alle!</p>
<p>Sei´s drum, seit meiner offiziellen Arbeitslosigkeit war ich fast ununterbrochen auf Seminaren wie “Bewerbertraining für Akademiker” oder “Neuorientierung für Akademiker und Systemisches Coaching”. Ich habe dort gelernt, mich selbst zu präsentieren, vorausgesetzt natürlich, ich treffe meinen zukünftigen Chef im Fahrstuhl und habe nun die Möglichkeit, ihn während der Fahrt vom zweiten in den fünften Stock von mir zu überzeugen. Den <em>Elevators Pitch</em> nennt man diesen Versuch auch, Fremden im Aufzug das eigene Kompetenzprofil aufzudrängen. Und ich denke mir noch, welch ein schönes positives Bild: Da stört es im ersten Moment auch nicht, dass mein persönlicher Sozialer-Aufstieg-s-Elevator gehörig klemmt und die Tasten in die oberen Stockwerke nicht zu funktionieren scheinen. Als ich das letzte Woche mal wieder geübt hatte, gab das ziemlich lange Gesichter. Na gut, vielleicht war der Fahrstuhl vom Einkaufszentrum in die Tiefgarage der falsche Ort dafür. Ich bin halt doch ziemlich unerfahren, was das Fahrstuhlfahren betrifft. Oder ich hätte bei dem Thema besser aufpassen müssen. Auf jeden Fall lauf ich jetzt wieder.</p>
<p>Nebenbei lernte ich meine Stärken und Schwächen auszuloten und den eigene Lebenslauf zu durchforsten, um auch die entfernteste von mir ausgeübte Tätigkeit darauf hin zu untersuchen, ob und warum ich vielleicht gerade da glücklich war oder nicht und welche meiner Wertvorstellungen sich mit Blick auf zukünftige Arbeitgeber noch verwirklichen lassen? Da ist es dann eigentlich auch egal, dass im fortgeschrittenen Alter meine Jugendjahre zunehmend in einem verklärt romantischen Licht erscheinen. Früher war eben doch alles besser, oder etwa nicht?!</p>
<p>Habt ihr Euch schon einmal die Frage gestellt, wo in Eurem beruflichen Werdegang sich die Stationen befinden, an denen ihr jeden Morgen mit Freude aufgestanden seid und für was Ihr Euch mit ganzer Kraft eingesetzt habt? Ein Seminarteilnehmer antwortete auf die Frage ganz lapidar, es sei das Geld, das ihn dazu veranlasst. Großes Gelächter! Doch das leider Traurige an der Sache ist, er hat recht! Welchem Zweck dient wohl sonst die tägliche Wuselei auf Autobahnen, im Stadtverkehr, den Fußgängerzonen, S- und Straßenbahnen? Möglich, aber eher selten wäre ja auch folgende Antwort denkbar: “Och, ich rackere und schufte, schwitze und brenne aus, riskiere Ehe, Familie und Leben, weil ich mir nichts Besseres im Leben vorstellen kann als meine Arbeit!” Hmm, &#8230; glaub´ ich jetzt nicht.</p>
<p>Hast du Kompetenzen? Nicht? Dann schau doch noch einmal, vielleicht kannst du gut mit Menschen? Und im Team hast du bestimmt auch schon mal gearbeitet! … Benutze auch immer Bilder, Beispiele aus der Praxis sind dabei das bessere Argument; die kann man sich merken, die machen Eindruck und etwas dagegen einzuwenden wird sich keiner getrauen … Es sei denn, Du schaffst es gerade jetzt <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> an den großen rosa Elefanten mit großen rosa Ohren zu denken … ? Aber hüte dich vor den negativen Bildern im Kopf deines Gegenübers. Kannst du etwas nicht? Dann lass´ es weg, vergrab´ es und denke nicht mehr daran! Denn es gibt keine Nicht-Stärken, nur Stärken und Schwächen.</p>
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